Zu Anfang dieses Schuljahres hatten wir, wie einige Jahrgänge vor uns auch, die interessante Möglichkeit auf Einladung und mit großzügiger Förderung der Europäischen Union uns einige derer Institutionen in Brüssel anzusehen. Für die Klasse war es zudem eine tolle Gelegenheit in neue Stadt einzutauchen, mit ihren vielen Gesichtern und Aspekten. Auf diesem Ausflug kam kein Interesse zu kurz.

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Unser Hotel lag in einem geschäftigen Viertel, nicht weit vom Zentrum der Stadt entfernt, das durchaus beschreibend für ganz Brüssel ist: Moderne, glasverkleidete Gebäude reihen sich an alte und geschichtsträchtige Bauwerke aus vielen Epochen. Französisch, Flämisch und auch Englisch war abwechselnd zu hören und die Menge an verschiedenen Kulturen war vor allem dort, wo sich die europäische Kommission, der Rat und das Parlament befinden oft überwältigend.

Unsere Stadtführer, ein Belgier mit griechischen Wurzeln und Französischen, Englischen und Deutschen Sprachkenntnissen machte uns nachdem wir uns im Hotel eingelebt hatten in einer kleinen Tour mit den Sehenswürdigkeiten Brüssels bekannt: Von den Kathedralen, über den wunderschönen Rathausplatz mit seinen beeindruckenden Gildenhäusern bis zum Manneken Pis, der Charme der Stadt ließ sich nicht leugnen.

Unser erstes Ziel am zweiten Tag war die ständige Vertretung Österreichs bei der europäischen Union. Mag. Mirjam Dondi unterrichtete uns in den Aufgaben und Zuständigkeiten der Vertretung und testete unser Wissen über Europa und ihre Institutionen. Wir erfuhren hier vor allem von den vielen Zuständigkeiten und der großen Verantwortung der Vertretung gegenüber der Republik Österreich.

Gleich darauf machten wir uns auf den Weg zu einem Highlight unserer Reise. Das europäische Parlament beeindruckte uns sowohl von außen als auch von innen, wo wir die Möglichkeit hatten in Abwesenheit der Abgeordneten den Sitzungssaal zu besuchen. Spannend fanden wir die Probleme die durch die vielen verschiedenen Landessprachen entstehen und wie sie durch ein geschicktes Übersetzungssystem gelöst werden. In einem Vortrag erhielten wir weitere Einblicke in die Aufgaben und Arbeitswelt des Parlaments, die wir in der Schule nie hätten bekommen können.

Am dritten und letzten Tag in Brüssel war ein weiteres wichtiges und bekanntes EU-Organ an der Reihe, die europäische Kommission. Auch hier erhielten wir umfangreiche Informationen über das Wirken und den Einfluss der Kommission auf die Gesetzgebung.
Unser letzter Halt an diesem Tag war die Vertretung des Landes Steiermark in der europäischen Union, wo wir uns gleich heimisch fühlten. Wir erhielten einen Vortrag, in dessen Fokus der Sinn und das Funktionieren von Lobbying stand. Dies war sehr informativ, wobei unsere Aufmerksamkeit mit Apfelsaft und Keksen belohnt wurde.

Somit war der Hauptteil unserer Reise beendet und am nächsten Tag wurde sie mit einer eindrucksvollen Führung im Atomium und danach am Rückweg mit einem Kurzbesuch in der Kaiserstadt Aachen gekrönt.

Alles in allem nehmen wir von diesem Ausflug nur schöne Erinnerungen mit nach Hause und können jedem empfehlen einen genaueren Einblick in die Welt der europäischen Union zu erlangen.

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Autoren: Clemens Mühlbacher, 6b, Prucher Maria, 7b

Die 7. Klassen des BG-Rein verbrachten vom 23. September bis zum 27. September 2015 eine nicht nur wundervolle, sondern auch eine sehr interessante Zeit in Brüssel. Wir besuchten die wichtigsten Institutionen der Europäischen Union und bekamen auch einen guten Überblick über die historische Innenstadt Brüssels.

Die Europäische Kommission

Am Freitag, den 25.9.2015 besuchten wir die Europäische Kommission. Um hineinzukommen mussten wir zuerst durch Schleusen gehen, dann, als wir drinnen waren, wurden wir von einem Mann empfangen, welcher uns zuerst die Wand zeigte, wo Bilder von allen Kommissionspräsidenten, die jemals in diesem Amt waren, hingen. Der derzeitige Präsident ist Jean-Claude Juncker und er wurde, so wie alle vor ihm, vom EU-Parlament gewählt. Dann gingen wir in einen Konferenzraum, wo wir uns alle hinsetzen konnten und unser Vortragender seine Präsentation über die EU-Kommission begann. Die Kommission übernimmt hauptsächlich die Aufgabe der Exekutive und ist somit, ungefähr wie die Regierung, in einem staatlichen System. Die Gründer der EU-Kommission waren: Konrad Adenauer, Walter Hallstein, Alcide De Gasper, Winston Churchill, Robert Schumann und Jean Monnet.

Der neue EU-Vertrag von 2009 (Vertrag von Lissabon) beinhaltet den Vertrag über die Arbeitsweise der EU und den Euratom-Vertrag. Es gibt in der EU keine Ausschlussklausel und man kann den Euro nicht freiwillig loswerden.

Bei Gipfeltreffen der EU handelt es sich grob gesagt um Beschlüsse und Unterhaltungen. Wenn etwas mit der Mehrheit beschlossen wird, so nennt man das „Konzens“, wenn aber alle zustimmen nennt man das „Einstimmigkeit“.

Alles in allem ist die Europäische Kommission hauptsächlich in der Verwaltung tätig und nicht in der Regierung. Sie überprüft, kontrolliert und informiert.

Der Besuch in der EU-Kommission hat mir (Marlene Rabensteiner) persönlich am besten an der Brüsselreise gefallen, da der Vortrag sehr informativ und interessant gestaltet war und auch viele allgemeine Informationen über die EU enthalten hat.

Ständige Vertretung Österreichs

Am 24. September 2015, unserem zweiten Tag in der belgischen Hauptstadt, besuchten wir die Ständige Vertretung Österreichs.

Seit 1995, also dem EU- Beitrittsjahr von Österreich, gibt es die Ständige Vertretung Österreichs in Brüssel. Man könnte sie auch als eine „EU-Botschaft“ bezeichnen. Sie ist die größte diplomatische Mission Österreichs mit Mitarbeitern aus verschiedensten politisch relevanten Bereichen.

Die Aufgaben der Ständigen Vertretung Österreichs variieren stark, wobei die Hauptaufgabe jedoch darin besteht den Staat Österreich bei Verhandlungen zu repräsentieren und für dessen Standpunkt einzutreten. Außerdem berichten sie der österreichischen Bundesregierung die Verhandlungsergebnisse, welche diese nutzen, um sich über den Standpunkt Österreichs bei der nächsten Sitzung zu informieren.

Mir (Sophie Stocker) persönlich gefiel der Besuch in der Ständigen Vertretung Österreichs sehr gut. Nicht nur weil ich politisch interessiert bin, sondern auch weil die Vortragende uns die Aufgabenbereiche äußerst verständlich erklären konnte. Das BG-Rein reist nach Brüssel geschrieben von Ruth Jaritz, Anna Schnur, Sophie Stocker, Marlene Rabensteiner, Sarah Dokter

Das Europäische Parlament

Am 24.9.2015 besuchten wir das Europäische Parlament. Zuerst haben wir einen Security Check durchqueren müssen. Danach hatten wir einen Vortrag über das Parlament, welcher sehr lustig gestaltet war, weil wir wegen dem Vortragenden sehr viel lachen mussten, trotzdem haben wir einiges dazu gelernt. Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre von den Bürgern der EU neu gewählt. Durch den Vertrag von Maastricht und den Vertrag von Lissabon wurden seine Kompetenzen bei der EU-Rechtsetzung mehrmals erweitert.

Bevor wir in den Plenarsaal gingen, bekamen fünf Leute verschiedene Rollen, die jeweils die Sicht ihrer Personen vertreten sollten. Das sollte uns zeigen, wie schwierig es sein kann alle Abgeordneten im Parlament von seiner Meinung zu überzeugen.

Der Plenarsaal bezeichnet man als den zentralen Raum eines Parlaments, in dem die Sitzungen der Volksvertretung abgehalten werden. Im Europäischen Parlament hat jeder Parlamentarier genau einen zugewiesenen Platz in seiner jeweiligen Fraktion.

Der Besuch des Europäischen Parlaments hat mir (Anna Schnur) sehr gut gefallen, weil man einmal den Alltag im Parlament hautnah miterleben durfte. Wir sahen nicht nur den berühmten Plenarsaal, der oft im Fernsehen gezeigt wird, sondern haben auch „ hinter die Kulissen“ schauen dürfen. Vielleicht, wenn wir nochmal nach Brüssel kommen sollten, haben wir das Glück, dass wir bei einer Sitzung im Parlament live dabei sein können.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Brüssel

Natürlich haben wir nicht nur Institutionen der EU angeschaut, sondern auch andere Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht. Der „Grand Place“, der Hauptplatz der Stadt, sticht einem sofort ins Auge und muss man gesehen haben, wenn man in Brüssel ist. Die Fassaden der Häuser sind mit viel Gold geschmückt. Das auffälligste Gebäude dort ist das Rathaus.

Das Merkmal von Brüssel ist das Atomium. Es besteht aus Kugeln, die in einer Würfelform angeordnet sind und mit Stangen verbunden sind. Es sieht von außen sehr spektakulär aus, da es auch ziemlich groß ist. In der Mitte kann man mit einem Lift in die oberste Kugel fahren, in die anderen Kugeln kommt man durch Rolltreppen und Treppen. In den einzelnen Kugeln befindet sich eine Art Museum, das einerseits die Entstehung des Atomiums zeigt und andererseits vom Licht handelt.

Autoren: Ruth Jaritz, Anna Schnur, Sophie Stocker, Marlene Rabensteiner, Sarah Dokter, 7a

 

   
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